Informationen

EX-IN

Der Begriff Ex-In (häufig als Experienced Involvement ausgeschrieben, aus dem Englischen, dt. Einbeziehung Erfahrener) steht für ein 2005 von der Europäischen Union aufgelegtes Modell. Das Modell (und somit auch die Ausbildung) basiert auf der Überzeugung, dass Menschen, die psychische Krisen durchlebt haben, diese persönlichen Erfahrungen nutzen können, um andere Menschen in ähnlichen Situationen zu verstehen und zu unterstützen. Auf dieser Grundlage wurde ein europaweit gültiges Ausbildungsprogramm (Curriculum) entwickelt. In zwölf Modulen setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit relevanten Themen auseinander und werden hierbei durch ein Moderatorenteam unterstützt. Die Teilnehmenden formen aus ihren individuellen Erfahrungen, dem
"Ich-Wissen", durch kontinuierlichen Austausch und Reflexion in der Gruppe eine gemeinsame Sicht, das "Wir-Wissen", die durch Vielfalt einerseits und Konsens andererseits geprägt ist. Während der Ausbildung werden die Teilnehmenden zu Experten ihrer eignen Erfahrung und zu kompetenten Akteuren innerhalb des psychiatrischen Systems. Nicht zuletzt lernen die Teilnehmenden ihre persönlichen Stärken und Ressourcen besser kennen und zu nutzen.

Die Bezeichnung Ex-In-Genesungsbegleiter*in oder Ex-In-Erfahrungsexpert*in steht für eine Person, die in der Rolle eines Patienten selbst in psychiatrischer Behandlung war und eine Ex-In-Schulung abgeschlossen hat. In dieser neuen Rolle helfen sie anderen Menschen durch ihre Krisen hindurch. (Text aus Wikipedia übernommen)

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Link zu EX-IN Genesungsbegleitung -> hier

Persönliches Budget

 

Mit dem Persönlichen Budget gibt der Gesetzgeber behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen die Möglichkeit, ihren Bedarf an Rehabilitations- und Teilhabeleistungen in eigener Verantwortung und Gestaltung mit Hilfe eines monatlich ausgezahlten Geldbetrages (Budget) zu decken. Das heißt, behinderte Menschen können eigenverantwortlich bestimmen, in welcher Form und von wem sie Leistungen erbringen lassen. Über die Verwendung der Geldleistungen kann der Budgetnehmer auf der Basis einer Zielvereinbarung frei verfügen.

 

Seit dem 1. Januar 2008 besteht ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist als überörtlicher Träger der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach Beendigung der Schulausbildung für ein Persönliches Budget zuständig,

  • wenn Sie in einer besonderen Wohnform leben und dort die Leistungen oder Teile der Leistungen in Form eines Persönlichen Budgets in Anspruch nehmen möchten (primär sind hier Leistungen in einer ehemals als stationäre Wohneinrichtung bezeichneten Wohnform gemeint).
  • wenn Sie Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen erhalten und diese als Persönliches Budget in Anspruch nehmen möchten.
  • wenn Sie eine Unterstützung in Ihrer eigenen Wohnung erhalten und diese als Persönliches Budget in Anspruch nehmen möchten (Bei fördernden Unterstützungsleistungen ist die Voraussetzung, dass Sie die Leistungen von einer Fachkraft ausführen lassen. Die Fachkraft muss eine Ausbildung als Diplom-Sozialpädagoge/-pädagogin, als Diplom-Sozialarbeiter/-in, Erzieher/-in, Heilerziehungspfleger/-in oder Fachkrankenschwester/-pfleger haben.).
  • wenn eine dieser Leistungen direkt als Persönliches Budget beantragt wird.

Die Zuständigkeit für die Eingliederungshilfeleistung bleibt auch über das Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze nach § 235 Abs.2 SGB VI bestehen, wenn die Leistung durchgängig erforderlich ist. (Text von Homepage des Landeswohlfahrt-verbandes LWV übernommen)

Link zu den Informationen des LWV -> hier